RheinlandJournal
16
AUG
2026
NO.1
Wenn der Schatten zum Lichtblick wird: Meine Reise zum Herzen der Balance
Vielleicht wunderst du dich über die Stille hier in den letzten Wochen oder die neue Liebe zum tiefen Schatten in meinen Bildern. Für mich liegt genau dort die Magie: Im Leisen, im Unaufgeregten, in der Ästhetik des Augenblicks.
Während meine Leidenschaft für Licht und Schatten bleibt, verändern sich die Geschichten, die ich damit erzähle...




. Inhalt .
Die Poesie der Blüten: Wenn Farben die Zeit anhalten

Das Geheimnis im Inneren: Von harten Schalen und verborgenen Kernen
Die Ästhetik des Vergänglichen: Wenn Stillleben Geschichten erzählen
Wenn der Schatten zum Lichtblick wird: Meine Reise zum Herzen der Balance
25.
JUN
2026
NO.4
Die Poesie der Blüten: Wenn Farben die Zeit anhalten
Blumen begleiten uns Menschen seit jeher durch alle emotionalen Phasen des Lebens. Wir verschenken sie, um Freude zu teilen, um Trost zu spenden oder um Räumen Leben einzuhauchen. In der Fotografie fasziniert mich an Blumen vor allem ihre Vergänglichkeit, da sie sich fast stündlich verändern und mit dem Licht spielen.
Beim Arrangieren und Fotografieren dieses Straußes…




29.
MAI
2026
NO.3
Das Geheimnis im Inneren: Von harten Schalen und verborgenen Kernen
Stillleben haben mich schon immer deshalb fasziniert, weil sie uns zwingen, das Tempo herauszunehmen. Wenn wir ein Objekt aus seinem alltäglichen Kontext lösen und es im Studio isolieren, verändert sich unsere gesamte Wahrnehmung. Bei meiner Arbeit mit diesen Walnüssen ging es mir genau um diesen Moment der Reduktion auf das Wesentliche.
Die Symbolik der Walnuss in der Kunstgeschichte…




11
FEB
2026
NO.2
Die Ästhetik des Vergänglichen: Wenn Stillleben Geschichten erzählen
In einer Welt, die sich immer schneller dreht und in der das Perfekte, Makellose oft die Oberhand gewinnt, vergesse ich manchmal, wie viel unentdeckte Poesie im Alltäglichen liegt. Mein Bild „Art of Bananas“entstand aus einem solchen Moment des Innehaltens.
Beim Betrachten einer vertrockneten...




. Chronologie Texte .
NO.4
25.06.'26
Die Poesie der Blüten:
Meine Bilder erinnern stark an die prachtvollen flämischen und niederländischen Blumenstillleben des 17. Jahrhunderts. Damals feierte man die Fülle der Natur, Kombinierte aber oft ganz bewusst Knospen, voll erblühte Pracht und erst welke Blätter, um das Leben in all seinen Zyklen zu zeigen.
Wenn Farben die Zeit anhalten
Blumen begleiten uns Menschen seit jeher durch alle emotionalen Phasen des Lebens. Wir verschenken sie, um Freude zu teilen, um Trost zu spenden oder um Räumen Leben einzuhauchen. In der Fotografie fasziniert mich an Blumen vor allem ihre Vergänglichkeit, da sie sich fast stündlich verändern und mit dem Licht spielen.
Die Pracht des Barock im modernen Licht
Beim Arrangieren und Fotografieren dieses Straußes musste ich unwillkürlich an die großen flämischen Blumenstillleben des Barock denken. Die Maler jener Epoche setzten jede einzelne Blüte meisterhaft in Szene, um die Üppigkeit der Natur zu zelebrieren. Mit meiner Kamera wollte ich diese historische Ästhetik in die Moderne holen. Das weiche Licht streift die zarten rosa Rosen und die weißen Blütenkelche, während die gläserne Vase und die rustikale Holzwand im Hintergrund einen wunderbaren Kontrast aus Eleganz und Struktur bilden.
Ein visueller Anker für die Seele
In unserer heutigen, oft von Reizen überfluteten Welt verlernen wir schnell, das Auge auf einem einzigen Punkt verweilen zu lassen. Ein solches Stillleben fungiert für mich wie ein visueller Anker. Es lädt den Betrachter ein, die Perspektive zu wechseln, die feinen Nuancen der Farben zu studieren und einfach durchzuatmen. Es ist das bewusste Erleben von Harmonie, das uns im Alltag so oft abhandenkommt.
Die Schönheit im Wandel
Jede Blüte trägt das Versprechen des Aufblühens, aber auch das Wissen um das spätere Vergehen in sich. Genau das macht ihre Ästhetik so kostbar und lebendig. Es erinnert uns daran, die schönen Augenblicke des Lebens genau dann zu genießen, wenn sie sich uns offenbaren.
Gaby
NO.3
29.05.'26
Das Geheimnis im Inneren:
Von harten Schalen und verborgenen Kernen
Stillleben haben mich schon immer deshalb fasziniert, weil sie uns zwingen, das Tempo herauszunehmen. Wenn wir ein Objekt aus seinem alltäglichen Kontext lösen und es im Studio isolieren, verändert sich unsere gesamte Wahrnehmung. Bei meiner Arbeit mit diesen Walnüssen ging es mir genau um diesen Moment der Reduktion auf das Wesentliche.
Die Symbolik der Walnuss in der Kunstgeschichte
In den Stillleben der alten Meister, besonders in den detailreichen Werken des 17. Jahrhunderts, war kein Gegenstand zufällig gewählt. Die Walnuss trug dabei oft eine tiefgründige, philosophische Bedeutung. Sie galt als Symbol für den Geist und die menschliche Seele. Die harte, holzige Außenschale schützt den empfindlichen, wertvollen Kern. Erst wenn die Hülle bricht, wird das Innere sichtbar. Für mich ist das ein starkes Bild für unsere eigenen Lebenswege, da wir oft erst durch Widerstände und das Aufbrechen alter Muster zu unserer wahren Essenz finden.
Kontraste und Texturen im Chiaroscuro
Visuell habe ich bei diesem Motiv mit extremen Texturen gearbeitet. Die raue, fast steinerne Oberfläche des dunklen Schieferbretts trifft auf die organischen Windungen der Nussschalen. Durch die gezielte Lichtführung im Stil des Chiaroscuro treten die feinen Linien und Risse der Schalen plastisch hervor, während der Hintergrund in absoluter Dunkelheit versinkt. Das geöffnete Element im Vordergrund bricht die Strenge des Arrangements auf und lenkt den Blick direkt auf das freigelegte Innere.
Ein Blick unter die Oberfläche
Dieses Bild lädt dazu ein, den Blick für die kleinen, vermeintlich unscheinbaren Dinge zu schärfen. Es erinnert uns daran, dass die wertvollsten Schätze im Leben selten offen daliegen. Oft müssen wir erst ein wenig Geduld aufbringen, eine Hülle durchbrechen oder genauer hinsehen, um die wahre Schönheit zu entdecken.
Gaby
NO.2
11.02.'26
Die Ästhetik des Vergänglichen:
Wenn Stillleben Geschichten erzählen
In einer Welt, die sich immer schneller dreht und in der das Perfekte, Makellose oft die Oberhand gewinnt, vergesse ich manchmal, wie viel unentdeckte Poesie im Alltäglichen liegt. Mein Bild „Art of Bananas“entstand aus einem solchen Moment des Innehaltens.
Beim Betrachten einer vertrockneten Bananenschale sah ich plötzlich nichtVanitas-Kunst Stück verblassendes Obst, sondern ein klassisches Motiv der Vanitas-Kunst. Die alten niederländischen Meister des Barock nutzten solche Symbole ganz bewusst, um uns an die Vergänglichkeit des Lebens zu erinnern. Genau diese Brücke wollte ich mit meiner Kamera schlagen.
Das Spiel mit Licht und Schattten
Handwerklich habe ich mich bei dieser Arbeit an der Technik des Chiaroscuro (Hell-Dunkel) orientiert. Das Licht streift die Kurven der reifen Frucht und verliert sich sofort wieder in tiefen, samtenen Schatten. Die vertrocknete Schale thront fast wie eine Skulptur über dem Arrangement. Sie bricht die weiche Form auf und bringt die raue, ehrliche Textur der Vergänglichkeit ins Bild. Es ist ein Spiel aus Fülle und Verfall.
Ein Plädoyer für das Hier und Jetzt
Für mich ist das Bild jedoch keine melancholische Klage über das Älterwerden oder den Verfall. Im Gegenteil: Es ist ein Weckruf. Die Gewissheit, dass nichts für immer bleibt, verleiht der Gegenwart erst ihren unschätzbaren Wert. Sie erinnert uns daran, wie wichtig es ist, die eigene Zeit nicht zu verschwenden. Wir sollten sie mit den Dingen füllen, die uns erfüllen, und mit den Menschen verbringen, die unser Leben bedingungslos bereichern.
Sich dem Wandel des Lebens zu öffnen und die Schönheit in jeder Phase zu erkennen – das ist ein verdammt guter Plan.
Gaby
NO.1
16.08.'26
Wenn der Schatten zum Lichtblick wird:
Meine Reise zum Herzen der Balance
Vielleicht wunderst du dich über die Stille hier in den letzten Wochen oder die neue Liebe zum tiefen Schatten in meinen Bildern. Für mich liegt genau dort die Magie: Im Leisen, im Unaufgeregten, in der Ästhetik des Augenblicks.
Während meine Leidenschaft für Licht und Schatten bleibt, verändern sich die Geschichten, die ich damit erzähle.
In meinem Alltag spielt das Thema Prädiabetes seit einiger Zeit eine spannende Rolle. Nicht, weil es mich selbst betrifft, sondern weil ich für einen Herzensmenschen koche. Plötzlich ging es in meiner Küche nicht mehr nur um das „schöne Bild“, sondern um Rezepte, die dem Körper guttun, ohne den Blutzuckerwert wild tanzen zu lassen und den Genuss zu verlieren. Ich habe gelernt, Achtsamkeit findet nicht nur im Garten statt, sondern ganz besonders auf dem Teller. Es sind diese bewussten Entscheidungen für gesunde, naturbelassene Zutaten, die für mich zu stillen Lichtblicken geworden sind.
Vom Teller an die Galerie-Wand
Als Food-Fotodesignerin hat diese neue Achtsamkeit meinen Blick radikal verändert. Ich habe angefangen, diese wundervollen, echten Lebensmittel neu zu betrachten. Eine Walnuss, eine Banane – sie sind nicht mehr nur Nahrung, sondern Skulpturen der Natur. In meinem Studio gebe ich ihnen im dramatischen Chiaroscuro-Stil die größtmögliche Bühne. Ich möchte ihre Texturen spürbar machen, ihre Formen im tiefen Schatten leuchten lassen und ihrer natürlichen Ästhetik eine zeitlose Würde verleihen.
Heute kamen die ersten limitierten Fine Art Prints auf feinstem, matten Hahnemühle-Papier bei mir im Studio an. Als ich sie in den Händen hielt, war da dieses absolute Gänsehautfeeling. Jedes Werk, das ich nun persönlich signiere und mit einem Echtheitszertifikat versehe, ist ein visueller Anker für dein Zuhause. Es sind Bilder, die den Raum zum Atmen bringen und dich tagtäglich an die Schönheit der inneren Balance erinnern – ob in deiner Küche oder deinem Esszimmer.
In Zukunft möchte ich dich hier im Rheinland Journal genau dorthin mitnehmen: zu diesen kleinen Lichtblicken im Alltag, zu seelenvollen Augenblicken und zu Rezepten, die unsere Balance halten. Ganz ohne medizinischen Rat, aber mit ganz viel Herz und meiner Liebe zum Detail.
Ein neuer Weg beginnt – und ich freue mich riesig, wenn du mich auf dieser Reise begleitest.
Gaby





